Wieso eine Initiative "Zündstoff Antibiotika-Resistenz"?
Ganz einfach: Das Thema Antibiotika-Resistenz ist mittlerweile ein weltweites
Problem. Entgegen allen Erwartungen, Infektionskrankheiten mit Hilfe von
Antibiotika für immer und ewig besiegt zu haben, stellen sie nach wie
vor eine Bedrohung für die Gesundheit und das Leben der Menschen dar.
Gerade in Industrienationen nehmen bakterielle Infektionserkrankungen wieder
zu, weil viele Erreger Resistenzen gegen Antibiotika entwickelt haben.
Auch in Deutschland wurden durch die Medien in den letzten Jahren immer
mehr Fälle publiziert, in denen das verschriebene Antibiotikum keine
Wirkung hatte.
Große führende Fachgesellschaften auf dem Gebiet der Infektiologie,
darunter u.a.
haben sich zusammengeschlossen, um das Problem der Antibiotika-Resistenz
und deren Ausbreitung in Deutschland wissenschaftlich zu erforschen und
geeignete Strategien zur Bekämpfung zu erarbeiten.
Durch die so genannte GENARS-Projektgruppe (German Network for Antimicrobial
Resistance Surveillance) ist ein nationales Datensystem entstanden, an
das große Kliniken angeschlossen sind. Neben dem wissenschaftlichen
Fokus haben sich Vertreter der Fachgesellschaften zudem das Ziel gesetzt,
die Bevölkerung breit über die Gefahr von Antibiotika-Resistenzen
aufzuklären. Dazu wurde die Initiative "Zündstoff Antibiotika-Resistenz"
ins Leben gerufen.
Die DGI ist die wissenschaftliche Fachgesellschaft, die das Gebiet
der humanmedizinischen Infektionslehre in Klinik, Praxis und Forschung
vertritt. Dabei soll insbesondere die interdisziplinäre Funktion
der Infektionsmedizin hervorgehoben werden. Wissenschaftlich ist es das
erklärte Ziel der DGI, fachübergreifende Kooperationen zwischen
den klinischen und theoretischen Fächern herzustellen und mit Leben
zu füllen.
Die DGHM fördert den wissenschaftlichen Austausch auf den
verschiedenen Teilgebieten der Mikrobiologie, Infektionsimmunologie sowie
der Hygiene und des Gesundheitswesens.