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Ganz einfach: Das Thema Antibiotika-Resistenz ist mittlerweile ein weltweites
Problem. Entgegen allen Erwartungen, Infektionskrankheiten mit Hilfe von
Antibiotika für immer und ewig besiegt zu haben, stellen sie nach
wie vor eine Bedrohung für die Gesundheit und das Leben der Menschen
dar. Gerade in Industrienationen nehmen bakterielle Infektionserkrankungen
wieder zu, weil viele Erreger Resistenzen gegen Antibiotika entwickelt
haben.
Auch in Deutschland wurden durch die Medien in den letzten Jahren immer
mehr Fälle publiziert, in denen das verschriebene Antibiotikum keine
Wirkung hatte.
Die führenden Fachgesellschaften in Deutschland auf dem Gebiet
der Infektiologie
haben sich zusammengeschlossen, um das Problem der Antibiotika-Resistenz
und deren Ausbreitung in Deutschland wissenschaftlich zu erforschen und
geeignete Strategien zur Bekämpfung zu erarbeiten.
Wichtige Projekte sind u. a. die Resistenzstudie der Paul Ehrlich Gesellschaft
für Chemotherapie und das German Network for Antimicrobial Resistance
Surveillance, ein nationales Frühwarnsystem, an das große Kliniken
angeschlossen sind. Neben dem wissenschaftlichen Fokus haben sich Vertreter
der Fachgesellschaften zudem das Ziel gesetzt, die Bevölkerung breit
über die Gefahr von Antibiotika-Resistenzen aufzuklären. Dazu
wurde die Initiative "Zündstoff Antibiotika-Resistenz"
ins Leben gerufen.
Die PEG ist eine interdisziplinäre Fachgesellschaft auf dem
Gebiet der Infektiologie und ihrer Therapie. Sie trägt den Namen
des Mediziners und Pharmakologen Paul-Ehrlich, des Begründers der
modernen Therapie von Infektionskrankheiten. Die Gesellschaft bezweckt
die Förderung von Forschung und Lehre durch Erfahrungsaustausch,
Abhaltung von wissenschaftlichen Veranstaltungen, Durchführung von
wissenschaftlichen Projekten und Erarbeiten von Therapieempfehlungen.
Die DGI ist die wissenschaftliche Fachgesellschaft, die das Gebiet
der humanmedizinischen Infektionslehre in Klinik, Praxis und Forschung
vertritt. Dabei soll insbesondere die interdisziplinäre Funktion
der Infektionsmedizin hervorgehoben werden. Wissenschaftlich ist es das
erklärte Ziel der DGI, fachübergreifende Kooperationen zwischen
den klinischen und theoretischen Fächern herzustellen und mit Leben
zu füllen.
Die DGHM fördert den wissenschaftlichen Austausch auf den
verschiedenen Teilgebieten der Mikrobiologie, Infektionsimmunologie sowie
der Hygiene und des Gesundheitswesens.
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